20.03.2025
Leseandacht zum Sonntag Okuli
Ein Gebet für die Suche nach Stille und Verständigung von Kreiskantor Carsten Miseler
Ruhe finden inmitten des Lärms der Welt.
Wie gut, sich für einen Moment bewusst zu werden, wie wichtig es ist, Boden unter den Füßen zu haben.
Mein Atem wird ruhiger.
Gott, inmitten meines Gebetes schlägt mein Herz, brennt mein Feuer.
Mit dir reden wäre ein Anfang.
Rede, was du auf dem Herzen hast.
Hilf mir aus der Enge in die Weite.
Weite - zu den Menschen, mit denen ich verbunden bin.
Weite im Herzen.
Weite im Glauben.
Weite meiner Einsichten.
Weite meiner Augen.
Weite meines Verstandes.
Korrigiere, was zu korrigieren ist.
Vorurteile gegen andere abbauen.
Die größte Verantwortung trage ich mir selbst gegenüber.
Was ist meine Meinung zu aktuellen Themen?
Ja? Nein? Enthaltung?
Die Gesellschaft ist empfindlicher geworden, der Ton rauer.
Wo sind die Orte der Kommunikation, der Verständigung?
Lieber Ahnungen und Hoffnungen auf das gute als voreilige Entscheidungen.
Jesus sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Das ist das größte und wichtigste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Ich versuche, dem Raum zu geben und es als kostbaren Wert anzunehmen. Es ist die Wahrheit und fördert das Verständnis untereinander. Ich beziehe das besonders auf die Liebe und auf die Hoffnung für alles was hinter Mauern und unter eingestürzten Brücken festsitzt.
Christus sei mit mir und gebe mir die Kraft, den Mut und die Zuversicht.
Amen.