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Wo bist Du? | Kirchenkreis Egeln

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Wo bist Du?

Letztes Wochenende haben wir es gefeiert – das Osterfest.
Ostern als das höchste Fest des Christentums.
Wir haben gefeiert – und tun es noch bis Pfingsten – dass sich, durch das Leiden und Sterben
Jesu, ein neuer Weg aufgetan hat. Wir feiern, dass der Tod nicht mehr das Ende, sondern der
Anfang ist.
Gott hat durch die Auferstehung Jesu der Welt neu gezeigt: ICH BIN DA! – damals.
Und heute?
Wir haben gefeiert und uns erinnert, an das, was vor ungefähr 2000 Jahren geschehen ist –
aber hat sich etwas in unserer Welt geändert? - Was hat es gebracht, Ostern zu feiern?
Die Welt ist immer noch die gleiche.
Die Nachrichten erzählen immer noch von Krieg und Flucht und Leiden und Hunger.
Von Krankheiten und Machtbesessenheit und Befindlichkeiten.
Von Streit und Unglücken.
Von Ausgrenzung.
Wo ist da dieser Neuanfang zu spüren?
Wo ist da Gottes ICH BIN DA zu erkennen?
WO BIST DU, Gott, in all dem Dunkel, das unsere Welt gefangen hält?
Warum tust du nichts? - So wie vor 2000 Jahren, als du deinen Sohn mit einem Paukenschlag aus dem Tod herausgeholt hast.
Merkst du denn nicht, dass diese Welt immer kaputter geht?
WO BIST DU, Gott? – diese Frage höre ich oft in letzter Zeit.
Gott, der als der gute Hirte die Menschen leiten will.
Gott, der als unser Vater uns Leben ermöglichen will.
Gott, der als der Schöpfer doch alles aus Liebe ins Leben gerufen hat, der – so können wir in der Bibel lesen – sogar ein Stück von sich selbst in uns hineingelegt 
hat.
Vielleicht ist genau das eine Spur, um dieser Frage auf den Grund zu gehen: WO BIST DU?
Nehmen Sie sich einen Spiegel, schauen Sie hinein und stellen Sie genau diese Frage: WO BIST DU? ... – vielleicht ist Gott genau in dem, was Sie in diesem Spiegel sehen.
Vielleicht braucht Gott genau das, was dort zu sehen ist, um dieser Welt wieder Licht und Freude zu schenken. WO BIST
DU wird dann zu WO BIN ICH in all dem Dunkel der Welt?
Wo werde ICH zum Licht für andere?
Und dann macht es für mich wieder Sinn dieses Osterfest zu feiern.
Sich daran zu erinnern, dass ich zu Gott gehöre und mit IHM an meiner Seite ALLES möglich ist – selbst über den Tod hinaus.

Lassen wir unser Licht leuchten, lassen wir uns anstecken von Gottes Liebe zu jedem Einzelnen von uns und seien wir da, wenn wir der Welt ein Stück Dunkelheit nehmen können.

Nur Mut und bleiben Sie behütet!

Cornelia Pickel, kath. Gemeindereferentin im Bistum Magdeburg für Aschersleben und Bernburg