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Ein Konficamp zum Träumen | Kirchenkreis Egeln

Ein Konficamp zum Träumen

Ein Konficamp zum Träumen


# Jugend
Veröffentlicht von Felix-Tillmann Groth am Montag, 14. Oktober 2019, 16:54 Uhr
© Simon Timme

Das war das Konficamp 2019

Niemand kann uns bändigen - Wir haben den Lebendigen. Ich stehe im Essenssaal der  Evangelischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch. Viele Konfis um mich herum brüllen diese Worte in einer Ohrenbetäubenden Lautstärke und ich frage mich für einen kurzen Augenblick: Wie oft haben diese Kids in ihrem Leben wohl schon mit so einer Überzeugung ihren Glauben bekannt?

Damit ich euch nicht als Teil des Leitungsteams erzähle wie toll alles war, wird die Teamerin Emily Fuge nun vom Camp erzählen:

„Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.“ Dieses berühmte Zitat von Walt Disney beschreibt unsere Message vom Konfi Camp 2019 sehr gut, denn das Camp stand unter dem Motto „Träum weiter“, womit wir alle Beteiligten dazu ermutigen wollten, ihre tiefsten Träume niemals aufzugeben!

Schon am Montag, den 30. September 2019 reiste das gesamte Team, also die Leute, die das Camp organisiert haben und stets Ansprechpartner für die Konfis waren, zur Evangelischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch. Zum Team gehörten das Technik-Team, welches für die grandiosen Bühneneffekte zuständig war, die Teamer, welche fleißig beim Vorbereitet und Umsetzten aller inhaltlichen Aspekte geholfen haben und natürlich die Camp-Leitung, welche das Camp überhaupt erst ermöglicht hat.

Und glaubt nicht, dass das so einfach war! So ein Camp braucht genügend Planung, deshalb haben wir schon alle 1 1/2 Jahre vorher damit begonnen. 

Wir Teamer haben erstmal eine Juleica-Ausbildung (für die Jugendleiterkarte) inklusive einem Erste-Hilfe-Kurs gemacht, damit wir lernen konnten, wie man mit Jugendlichen richtig umgeht und dabei eine gute Vorbildsfigur verkörpert. Schon bei diesen gemeinsamen Wochenenden hatten wir die Chance, uns gegenseitig besser kennenzulernen. Aber das ist nicht alles, denn zwischendurch gab es noch mehrere Treffen um zum Einen unser Projekt in den verschiedenen Kirchenkreisen Sachsen Anhalts vorzustellen und zum Anderen eine große Begrüßungsshow und weitere Unterhaltungs-Aspekte auf die Beine zu stellen. Dabei hat auch unsere großartige Band eine wichtige Rolle gespielt, denn ohne Musik läuft gar nichts! 

Außerdem wurden nebenbei alle Materialien sowohl für die Arbeitseinheiten als auch für die Workshops besorgt. Nichts desto trotz war es nicht möglich, alles vorher vorzubereiten und aus diesem Grund sind wir eben schon 2 Tage früher auf dem Gelände angekommen. Wir haben alle zusammen angepackt, um die letzten Vorbereitungen abzuschließen und das Technik-Team hat es geschafft, in kurzer Zeit eine beeindruckende Bühne aufzubauen. Dann hieß es nur noch: Proben, proben, proben, damit uns bei der Show möglichst keine Fehler unterlaufen.

Am Mittwoch Nachmittag war es dann endlich so weit: Die Konfis sind angekommen! Nach einer kurzen (aber intensiven) Begrüßung von den Teamern haben die Konfis erst einmal nur ihr Gepäck abgestellt und wurden danach auf dem riesigen Gelände herumgeführt, damit sie sich auch ja nicht verlaufen. Zusätzlich hat jeder ein exklusives Stoffarmband und ein Logbuch bekommen, das für die folgenden Arbeitseinheiten relevant war.

Nach der ersten Arbeitseinheit und dem Abendessen, wurde dann die Begrüßungsshow vorgeführt. In Form einer großen TV- Show haben wir dabei unser Team vorgestellt, die Belehrung auf einer lustigen Art und Weise präsentiert, schon die Workshops erwähnt, ... und viel mehr. 

Außerdem gab es immer wieder super tolle Live Musik unserer Band und Zuckerwatte+Popcorn. Ich glaube, allein dieser Abend lief schon hervorragend und kam dazu bei den Konfis sehr gut an.

Nicht zu vergessen gab es danach noch verschiedene Andachten (wie an den darauffolgenden Abenden auch), immer von anderen Teamern auf unterschiedlichster Art und Weise. Mir hat es besonders gut gefallen, dass jede Andacht einzigartig war und man danach mit einem guten Gefühl schlafen gehen konnte.

Donnerstag und Freitag waren vormittags jeweils Arbeitseinheiten rund ums Thema „Träumen“ und sowohl 14:30 Uhr als auch 16:30 Uhr konnten sich die Konfis für Workshops eintragen. Da war die Auswahl ziemlich groß! Es gab die facettenreichsten Angebote von sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft bis zu kreativen Möglichkeiten verteilt auf dem ganzen Gelände, Um sich das besser vorzustellen, kann ich ja ein paar Beispiele anführen: Capture the Flag, Fußball, Tanzen, Rucksack-Gestalten, Speckstein, Stopmotion....

Die Workshops waren auch eine gute Möglichkeit für uns Teamer, sich mal mit den Konfirmanden zu unterhalten, da wir an den Arbeitseinheiten nicht beteiligt waren.

Mein persönliches Highlight fand am Donnerstag Abend statt: dort kam nämlich die Band O’bros zu uns und hat uns ein Konzert gegeben. Die O’bros sind zwei Brüder (Maximilian+Alexander), die es sich zur Aufgabe gemacht haben, leidenschaftlichen Hiphop mit christlichen Texten zu verbinden. Durch ihre Musik wollen sie Menschen dazu ermutigen, ihren Glauben offen und stolz zu leben. Und meiner Meinung nach, haben sie das geschafft! Auch die Stimmung war unglaublich gut! Niemand stand daneben, sondern alle haben mitgesungen und getanzt! Also, wer sich die Songs noch nicht angehört hat, sollte das mal dringend nachholen! ;)

Aber auch am Freitag hatte das Camp eine Überraschung für die Konfis bereit...es gab eine Disco! Wie beim Abend zuvor war die Stimmung einfach nur einzigartig. Ich denke wirklich, keiner hat sich gelangweilt!

Am letzten Tag haben wir dann nochmal einige Workshops und ihre Ergebnisse vorgestellt, danach gab es noch eine Feedback Runde und nach dem Mittagessen mussten wir die Konfirmanden schon verabschieden. Wir Teamer haben noch alles aufgeräumt und abgebaut, sodass wir das Gelände genauso verlassen konnten, wie wir es betreten haben. 

Nach dieser vollgepackten Woche, war es natürlich schwierig, nicht einfach so einzuschlafen, dennoch hat sich unsere Crew immer wieder gegenseitig motiviert und stets zusammengearbeitet. Untereinander haben wir uns immer gerecht behandelt, einander respektiert und aus einer anfangs zusammengewürfelter Gruppe wurde ein eingespieltes Team. Es sind echte Freundschaften entstanden und genau das ist die Sache, die ich am meisten schätze. Es ist nämlich nie selbstverständlich, sich so gut zu verstehen und einander zu vertrauen, obwohl man sich noch gar nicht so lange kennt. Außerdem war es wahnsinnig cool, dass alle immer so gut gelaunt und optimistisch waren. Deswegen an dieser Stelle ein fettes Dankeschön!!! Nicht nur an die Teamer, sondern auch an die Camp-Leitung und die Konfis. Jeder einzelne hat diese Reise ganz besonders gemacht! Ich hoffe sehr, dass wir bald nochmal das Vergnügen haben, ein Konfi Camp auf die Beine zu stellen, aber bis dahin, träumt weiter!

Verfasserin: Emily Fuge


Das Konficamp ließ auch mich träumen. Viele Chancen hat es uns eröffnet. Mehr Gottesdienste speziell für unsere Jugendlichen. Mehr Möglichkeiten sich auszutauschen und zu treffen. Mehr Musik.

Also lasst uns hier keinen Haken setzen sondern neue Ansätze suchen und finden. Lasst uns träumen.

Kommentare

Ulrike
Zusätzlich zu all dem Positiven im Text oben finde ich vor allem auch den generationen-verbindenden Aspekt bemerkenswert. Wann hat man als erwachsene Hauptamtliche schon einmal die Möglichkeit, so nah an seinen (Vor-)Konfirmanden und jugendlichen Teamern dran zu sein? Ich fand es wunderschön, wie wir alle gemeinsam Spaß hatten, aufeinander geachtet haben, uns unterstützen und ergänzen konnten; wie die Jugendlichen an ihrer Verantwortung gewachsen sind! Ich bin stolz auf alle, die sich auf dieses große Projekt eingelassen haben!